
Alles begann 1898 an der Universität von Minnesota bei einem Footballspiel. Man sagt, dass der Student Johnny Campbell sein Team in einer verzweifelten Lage sah und nach einem Weg suchte, es zu unterstützen und die müde gewordenen Spieler wieder zu animieren. Er stand auf und zettelte einen Schlachtruf nach dem anderen an. Nicht all zu lange danach schlug er vor, eine Truppe von 6 Männern zu bilden, die dann fortan als ??yell captains? (Einheizer) fungierten. Und so wurde das erste Cheerleading-Team ins Leben gerufen.
Somit war Cheerleading ein reine Männerangelegenheit. Erst in den 20er Jahren kamen die ersten Mädchen in die Teams. Da man mehr und mehr auf Tänze und Akrobatik Wert legte, realisierten die Männer schnell, dass es wesentlich leichter war, ein Mädchen in die Luft zu stemmen oder an die Spitze einer Pyramide zu stellen. Die Girls brachten Tanz und Bewegung in das Cheerleading. An der Oregon State University entwickelte man das Flash-Card Cheering, bei dem mit Hilfe grosser farbiger quadratischer Kartons Schriftzüge oder Cheers zusammen gebaut wurden.
In den 30er Jahren trugen die Mädchen erstmals die bunten Pompons an ihren Armen. Zwanzig Jahre später wollte jedes amerikanische Girl dabei sein. Es war trendy, einer Cheerleader-Truppe anzugehören und mit Stolz Uniform und Pompons zu tragen. In den folgenden 30 Jahren entwickelte sich das Cheerleading zur einer Sportart, für die seit 1978 richtige Meisterschaften veranstaltet werden. Die professionellen Einheizer bekamen mehr und mehr Anerkennung für ihre Leistung. In Amerika gibt es heute kein Footballspiel ohne Cheerleading mehr. 1948 fand das erste Cheerleadercamp statt. Lawrence ??Herkie? Herkimer war der Initiator dieses Camps und gründete auch bald darauf die NCA (National Cheerleading Association), welche bis heute existiert und Camps und Wettbewerbe organisiert.
Seinen Höhepunkt erreichte das Cheerleading in den 50er Jahren. Zu dieser Zeit war es absolut "IN" als typisch amerikanisches Teenager-Mädchen die Cheerleader-Uniform zu tragen und sein Team anzufeuern. Oft brauchte man nur ein schönes Lächeln, um in ein Team zu kommen.
Heutzutage hat sich dies relativiert , nachdem Cheerleading fest in der amerikanischen Tradition verwurzelt ist und auch als Sport Anerkennung gefunden hat. Man wird nicht mehr als Partygirl oder Puschelgirl abgestempelt, sondern für die sportlichen Höchstleistungen anerkannt. Auch au?erhalb der USA finden mehr und mehr Mädchen Gefallen daran. Es formen sich immer mehr Squads in allen Bereichen des Sports. Seit den 70er Jahren gibt es auch bei uns American Football. Und wo American Football gespielt wird, da "cheeren" auch die Girls oder Boys.