
VON: JOLI
Auf dem Trainingslager der Invaders haben sich ein Teil der Coaches einem Interview gestellt. Während draußen der Faaker See auftaute, sprach man im Bundessportzentrum über Karriere, Football und die Invaders 2010. Teil 1 mit Headcoach Steve Cash.

INVADERS: Coach Steve Cash, als Sie sich entschieden haben nach Österreich zu kommen, was waren ihre ersten Gedanken und Gefühle?
Coach: Um ehrlich zu sein, ich war nervös. Es ist eine große, neue Erfahrung in einen anderen Teil dieser Welt zu kommen, neue Leute zu treffen und ihnen deine Ideen von, in erster Linie Football zu vermitteln. Gleichzeitig war ich aufgeregt, da es eine Herausforderung ist, für die ich immer zu haben bin. Außerdem wollte ich einmal Europa kennenlernen.
Was haben Sie über Football in Europa und Österreich gewusst?
Ich habe mich ein wenig informiert und ein Freund (ehem. Coach in Italien) hat mir einiges darüber erzählt, jedoch nicht über Österreich. Er hat mir erklärt, worauf ich mich einlassen würde und ich war sofort begeistert. Ich lebe für das Coachen, es ist meine Berufung. Ich habe die Möglichkeit mein Wissen weiterzugeben, euch zu helfen und für mich ist es etwas anderes als bisher auf der High School.
Wann haben Sie begonnen Football zu coachen und was waren ihre größten Momente/Erfolge?
Ich habe 1980 angefangen. Gleich nach dem College entschied ich mich aus Liebe zum Spiel zu coachen. Das war der Grund. Ein Highlight in den 29 Jahren des Coachings, und davon gibt es ein paar, war meiner Meinung nach unser überraschender Sieg im State Championship Game 2003. Es war der 4. Versuch und 12 Yards to go und nur noch eine Minute auf der Uhr. Wir gewannen mit einem 90 Yards touchdown pass. Außerdem ist es für mich eine Bestätigung wenn man unsere jungen Spieler zu erfolgreichen Doktoren, Architekten und Ingenieuren heranwachsen sieht.
Wie würden Sie ihren Job als Head Coach beschreiben?
Die größte Herausforderung ist es, 30 oder 38 Leute in einem Team zu managen. Vom Spiel verstehe ich etwas, jedoch das Organisieren ist immer eine Herausforderung für einen Head Coach.
Welche Positionen haben Sie in der Highschool und im College gespielt?
In der Highschool habe ich Wide Receiver und Safety gespielt, im College nur noch Wide Receiver.
Sind sie mehr ein Typ der Offense oder der Defense?
Eine gute Frage, denn als Receiver ist meine Liebe zum Spiel mehr auf der Offense Seite. Aber während meiner Karriere als Coach habe ich 15 Offense und 14 Jahre Defense gecoacht, man muss beide Seiten kennen.
Was waren Ihre ersten Eindrücke von der Organisation und dem Team der Invaders?
Mein erster Eindruck – nun ja es hat alles mit Thomas (Ebner) begonnen. Daraufhin habe ich gemerkt, dass die Leute hier sehr freundlich sind. Sie bemühen sich, dass alles richtig läuft. Außerdem habt ihr einen sehr guten Teamgeist und ihr haltet zusammen. Das hilft mir als Head Coach, weil ihr schon ein Team wart, bevor ich gekommen bin.
Was werden die Ziele für die kommende Saison sein?
Das Ziel ist natürlich zu gewinnen. Ich weiß, das ist das erste Jahr nach dem Aufstieg ist. Ich werde mich nicht auf eine 3-3 Saison festlegen. Aber unser Ziel wird es sein zu gewinnen und abseits davon den Spielern das Spiel zu lehren und seine Techniken zu festigen. Das Ergebnis werden Siege sein, wenn alles nach Plan läuft.
Für Sie soll Coaching positiv sein, sie wollen nicht auf Grund von Negativem coachen. Können Sie überhaupt böse werden?
Natürlich, ich bin auch nur ein Mensch, jeder hat eine gewisse Wut in sich. Ich werde grantig, wenn die Spieler faul sind und wenn jemand nicht lernen will oder nur spielen will, ohne zu trainieren.
Wie ist das Niveau in Österreich? Was denken Sie über die anderen Teams, gegen die wir spielen werden?
Das ist schwer zu beantworten. Ich kenne sie nur von Filmen, aber daraufhin kann man kein Urteil abgeben. Um sie zu bewerten muss ich auf Berichte zurückgreifen, aber ich denke, dass wir exzellente Spieler in dieser AFL treffen werden.
Die Big Teams der AFL werden keine Gnade zeigen, was bieten wir?
Wie’s kommt, so kommts, das heißt, wenn du einen Gegner in der Mangel hast – und ich sage so etwas nicht gerne – dann willst du ihn hoch schlagen. Auf der anderen Seite gibt es einen Punkt, an den man sich zurückhalten muss, denn im nächsten Spiel ist die Situation vielleicht umgekehrt und du hoffst auf den gleichen Respekt. In diesem Spiel geht es um Respekt, nicht nur um Punkte.
Sie sind seit einigen Wochen hier, wo ist der Unterschied zwischen Football in Österreich und in den USA?
Eines der Dinge, die mir aufgefallen sind ist, dass es in Amerika mehr Spieler gibt. Wir haben viele Backups auf jeder Position. Das Schwierigste für mich ist die Trainigszeit. In den Staaten trainieren wir jeden Tag. Hier hat jeder seinen Job, die Schule und die Pläne sind sehr eng.
Profil:
Coach Cash...
... ist 51, fast 52
... mag Schnitzel lieber als Kebap.
... ist verlobt.
... hatte schon einmal Heimweh, seit er hier ist.
... würde gerne zusätzliche Spieler rekrutieren, wenn er einen Wunsch frei hätte.
... wäre gerne nächstes Jahr wieder ein Teil des Teams, wenn es sich mit seiner Verlobten arrangieren lässt.
... denkt, dass unsere Offense gut voran kommt und das System versteht: "Mit ein wenig Feinschliff könnten wir ein gutes Footballteam werden, ein wirklich gutes Footballteam."
... denkt, dass unsere Defense bis zur Saison fit sein wird.
... raucht nicht.
... hat seinen glücklichsten Moment erlebt, als er seine Verlobte kennen gelernt hat, denn sie ergänzt ihn.
... mag alle Sportarten, von Boxen bis Handball, das er sich hier übrigens gerne im Fernsehen ansieht.
... mag die Miami Dolphins.
... haltet Germaine für einen ausgezeichneten Running Back, der sehr stark ist und bei dem andere Defenses es schwer haben werden ihn zu tacklen.
... findet, dass Vinny ein sehr intelligenter Quarterback ist, der das Spiel versteht und der ihn beim Passspiel unterstützt.
... wurde mit Sean in seinen Erwartungen übertroffen, denn er lebt und liebt Football, gibt sein Wissen weiter, zeigt Emotionen, denn in der Defense geht es um Emotionen.
... denkt, dass Offense eher intellektuell ist.
... ist lieber auf dem Trainingslager als an einem warmen Sandstrand.
Foto: Klaus Stumpfer
Glad to see things are going well with this team. You guys have yourself the most qualified head coach and a great human being. Best of luck to all, especially to Steve Cash!
jungs ich hab ein gutes gefühl für die kommende saison. hey wir spielen in der afl!!!! jetzt gehts rund wir zeigen jetzt mal den angeblichen topfteams wie man in stp football spielt hehe....