
KAMPFMANNSCHAFT
NACHWUCHS
Mario Hörhager
0660 / 52 66 801
CHEERLEADER
Tobias Röder
0664 / 76 22 705
Trainingstermine siehe LINK:
GENERALI INVADERS - KALENDER
Um die Leute die hinter dem Verein stehen näher kennenzulernen starten wir heute mit einer Reihe an Interviews die im Laufe der letzten Woche geführt wurden. Den Anfang macht die frisch gewählte, brandneue Obfrau des Vereins Ulrike Zöchling die erst kurz im Amt ist aber schon große Ziele hat.

Interview vom 1. September 2011
Präsidentin Ulrike ZÖCHLING
(Interviewerin: Alice Herberstein)
Ulrike Zöchling: UZ
Alice Herberstein: AH
AH: Ich bin hier bei einer Dame, die sich bereit erklärt hat, die nächste Präsidentin des Vereines zu werden. Die Wahl steht noch bevor, aber wir nehmen alle stark an, sie wird es. Wem sitze ich gegenüber? Bitte um eine kurze Vorstellung!
UZ: Mein Name ist Ulrike Zöchling-Hazuka. Unter diesem Namen wird mich allerdings niemand kennen. Manche haben schon gesagt, man kennt mich nur unter dem Ausdruck ‚Lufti’s Mum‘. Ich bin 53 Jahre alt, habe wie schon gesagt einen Spieler im Verein, den Wolfgang Luftensteiner oder Wolfgang Heinz Nikolaus Luftensteiner und der hat begonnen als Jugendspieler, Juniorenspieler und seit heuer ist er in der Kampfmannschaft.
AH: Welche Funktion hast Du jetzt genau im Verein der INVADERS inne, Uli?
UZ: Ganz so genau, muss ich sagen, weiß ich’s noch nicht, weil ich mir das erstmals selber genau anschauen muss. Offiziell steht die Wahl zum Präsidenten oder Obmann bevor und ich habe auch gesagt, ich werde das übernehmen. Ich war bis jetzt in verschiedenen Vereinen nur als Schriftführer tätig und muss erst einmal genau schauen, weil das Eine war ein Chor und das Andere ist der Elternverein, da sind einfach die Aufgaben des Obmannes extrem grundverschieden und ich muss auch noch mit dem ehemaligen Präsidenten sprechen, was er alles gemacht hat, aber so gewisse Vorstellungen habe ich natürlich schon.
AH: Eine Frage, damit wir die Ursprünge kennenlernen: Wie bist Du zum Verein gekommen?
UZ: Ich habe ein paar Jahre in Amerika gearbeitet und habe dort einige College-Footballspiele gesehen und es wurde mir auch von den Kollegen gesagt: „Schau‘ Dir solche Spiele an! Die sind gut!“ Ich habe mir damals gedacht, ich verstehe überhaupt nichts davon. Das ist nur ein Herumgeraufe, ein schreckliches, und habe aber trotzdem ein paar Spiele gesehen und es hat mir eben schon ganz gut gefallen. Letztes Jahr ist mein damals 14-jähriger Sohn zu mir gekommen und hat gesagt: „Du, Mami, kannst Du dort anrufen? Das interessiert mich!“ Da wusste ich nicht einmal, was es ist und habe ihn gefragt, was ist das und erfahren, das sei American Football. Da ist mir mein Herz in die Hose gefallen und ich habe mir gedacht „Oje“. Aber ich habe angerufen und ihn dort angemeldet. Er ging zum Training und ich habe es mir nicht nehmen lassen, immer zuzuschauen, um zu sehen, was machen die dort. Und so bin ich zu der ganzen Sache gekommen!
AH: Jetzt sehen wir Dich wahrscheinlich schon alle als die neue Präsidentin. Lass‘ mich daher fragen: Was sind Deine Wünsche, Ziele und auch Visionen für den Verein?
UZ: Also meine Wünsche sind eine gute, sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit und das nicht nur mit dem ‚Inneren Kreis‘, wie wir es so schön nennen, sondern generell. Ich möchte sehr, sehr gerne schauen, dass ich vielleicht auch andere Mütter dazu überreden kann, dass sie sich mitengagieren, dass wir wirklich auch andere Dinge auf die Beine stellen können. Und was mir extrem wichtig ist, ist die Jugendarbeit. Also ich möchte nicht nur, dass wir Junioren-Liga spielen und Jugend-Liga, sondern ich hätte wahnsinnig gerne auch Schüler und Minis. Ich habe letztens wieder hineingeschaut… Wir haben in der Zwischenzeit 12 Schüler, 7 Minis, wir haben glaube ich 22 Jugendspieler und 28, da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, Junioren. Also ich glaube, dass wir das schon sehr verwirklichen können und wir haben ausgezeichnete Burschen, die sich wirklich für die Jungen einsetzen und unheimlich viel machen. Als Vision sehe ich den Verein, dass er in der Jugendliga dabei ist und zusätzlich…. Ja das werden wir erst sehen, die Sache mit der AFL, das muss ich gestehen, habe ich mir noch nicht angeschaut.
AH: Was fasziniert Dich speziell am Sport American Football und im Speziellen an unseren INVADERS?
UZ: Also am American Football generell fasziniert mich, dass man nach gezielten Spielregeln raufen darf. Und dass man wirklich seine Kampfeslust an einem Ort austragen kann, wo zwar ein paar kleinere Verletzungen passieren können, aber keine schlimmen. Das heißt, alle Burschen, die dort beim American Football sind, haben es nicht notwendig, irgendwo auf ‚Festln‘ ihr Können auszuprobieren und zu raufen. Sie dürfen das mehrmals pro Woche auf dem Spielfeld machen und das ist eine feine Sache. Und was mir bei den INVADERS besonders gefällt, das ist, dass wirklich auch diese unterschiedlichen Charaktere wunderbar eingesetzt werden. Und ich habe ein paar Male zugeschaut, wie so schwer übergewichtige Kinder, die normalerweise nur in Schwierigkeiten sind und von allen Seiten gehänselt werden, dass denen geholfen wird, damit sie eine Länge laufen können, dass man mitgeht mit ihnen und sagt: „Du machst das super! Ganz toll!“ Oder die Entwicklung, die manche gemacht haben, wo dann die anderen hingehen und sagen: „Super, Du hast so toll gehalten! Du hast so toll geblockt!“ Und diese Kinder sind ein Teil der Mannschaft. Es kommen einem als Mutter manchmal die Tränen, wie sozial diese ganze Sache ist und wie die aufeinander eingehen. Und das muss ich sagen, freut mich wahnsinnig, das es diesen Verein in Sankt Pölten gibt.
AH: Was macht in Deinen Augen einen wirklich guten American Footballer aus? Also welche Eigenschaften, Charakterzüge oder auch körperlichen Voraussetzungen muss er Deiner Meinung nach mitbringen?
UZ: Das kann man nicht so ganz einfach sagen, weil es dazu viel zu viele verschiedene Positionen gibt. Aber starkes soziales Denken ist extrem wichtig, weil gerade Football nicht aus einzelnen Stars bestehen kann. Das geht nicht. Nur wenn das Zusammenspiel, die spielerische Kommunikation selbstlos stattfindet, ist dieser Teamsport erfolgreich. Die müssen immer zusammen arbeiten.
AH: Welche Hobbys hast Du neben Deinem jetzt sicher sehr intensiven Engagement für die INVADERS für Deinen privaten Bereich?
UZ: Da gibt es vieles. Da gibt es sogar sehr vieles, weil mir fast alles Spaß macht. Aber die wesentlichen Hobbys sind…. Ich singe in einem Chor, singe ganz sicher nicht für die INVADERS, das sage ich gleich dazu, ich spiele Golf, jetzt auch schon weniger, früher habe ich sehr intensiv und auch recht gut gespielt, jetzt mache ich es nur mehr ab und zu. Ich betreibe jede Art von Sport, bisschen hält mich mein Knie zurück, das seit einem Unfall in Amerika nicht mehr ganz so gut funktioniert, aber es hält mich trotzdem nicht davon ab, dass ich mit meinem Mann sehr viel Bergsteigen gehe. Meinen Sohn bekomme ich dazu nicht, der spielt eben Football. Und zusätzlich koche ich auch sehr gerne, was so manche INVADERS schon genossen haben und backe auch. Und wenn dann wirklich noch Zeit bleibt, dann zeichne und male ich ein bisschen. Und mit meinem Mann diskutiere ich auch sehr, sehr gerne über verschiedene Fälle von menschlichen Schwierigkeiten. Wie kann man den Leuten helfen. Mein Mann ist Arzt und ich zum Teil eben Therapeutin und das macht schon einen Großteil unseres täglichen Gespräches aus, sich damit auseinanderzusetzen, was kann man Menschen sagen, damit sie ihr Leben etwas leichter gestalten können und nicht unbedingt in jede Falle hineinlaufen.
AH: Du hast nun seit zwei Jahren einen sehr engagierten Footballspieler, Deinen Sohn. Wie geht es Dir, wenn Du ihm beim Spiel zuschaust, eben auch mit dem Hintergedanken, dass das auch kein ganz ungefährlicher Sport ist, sondern Verletzungen möglich sind?
UZ: Na ja, Luft anhalten tut man sehr wohl bei einem Match. Und ich mache es nicht sehr gerne. Manchmal sitze ich an der Kassa und komme dann erst eine halbe Stunde später ins Spiel zum Zuschauen. Also ich bin gerne dabei. Und auch, wenn sie ein Auswärtsspiel haben, wie letztes Jahr in Serbien, da war es mir schon sehr wichtig, dass ich sehr bald ein SMS bekommen habe „Alles ok!“ Weil man hält die Luft an, man zittert mit seinem Kind mit, man ist nervös, man will, dass es gut geht, obwohl man weiß, manche Sachen passieren einfach. Kalt lässt es einen nicht, aber die Hoffnung ist einfach da, er wird es überstehen und an diese Hoffnung klammert man sich an. Außerdem kann man seine Kinder nicht anbinden.
AH: Wir möchten uns für dieses lange Interview bedanken, jetzt wissen wir, wer Du bist, wie Du denkst und freuen uns und hoffen sehr, was wir alle annehmen, dass Du die Position der Präsidentin unserer INVADERS übernommen hast und danken für das Gespräch!
UZ: Ja, ich danke auch!
eine frau an der spitze ist meiner meinung nach sowieso das non plus ultra. die männlichen alleskönner brauchen eine weibliche führungshand - so schauts aus. hugh ich habe gesprochen.
alles gute - let the good times roll
Sie spricht mir aus der Seele! Wir waren anfangs auch nicht begeistert wegen der Verletzungsgefahr, aber jetzt finden wir den Verein und was sie alle so leisten toll. Dies in körperlicher und sozialer Hinsicht, sodass wir versuchen werden, auch noch andere für den Verein zu begeistern!