Der Vorstand stellt sich vor - Daniel Gloimüller

Er kümmert sich nicht nur hervorragend um die Kleinsten im Verein als Jugend-Headcoach sondern vertritt auch noch das Team in sportlichen Angelegenheiten als Teammanager.

Interview vom 2.September 2011

Team Manager Daniel GLOIMÜLLER

(Interviewerin: Alice Herberstein)

Daniel Gloimüller: DG

Alice Herberstein: AH

AH: Direkt nach einem Training sitze ich einem Trainer gegenüber und ich bitte, dass Du Dich vorstellst!

DG: Mein Name ist Daniel Gloimüller. Ich bin derzeit der Headcoach der Jugend und werde in Zukunft auch der Team Manager sein. Wir haben gerade die letzte Trainingseinheit vor unserem ersten Spiel gehabt. Ich bin zuversichtlich, die Burschen sind motiviert, die Stimmung passt, sie sind gut vorbereitet, jeder weiß, was er zu tun hat und ich freue mich auf ein spannendes Spiel morgen.

AH: Wir hoffen, dass alles gut läuft, im besten Fall ein Sieg. Sage uns, wie bist Du überhaupt zu den INVADERS gekommen?

DG: Das war so… Ein Schulfreund in der Hauptschule hat mich auf ein Training mitgenommen, weil sein Onkel spielte bei den INVADERS und er war sehr begeistert. Der hat ihn dazu gebracht und der hat mich mitgenommen und seither hat mich das Fieber gepackt und seitdem bin ich voll dabei.

AH: Du bist selber auch aktiv gewesen. In welcher Position, was waren Deine größten Erfolge?

DG: Ich war Wide Receiver und in meiner Nachwuchskarriere auch Quarter Back. 2005 mit meiner Nachwuchsmannschaft sind wir ungeschlagener Meister geworden, im Junioren-Cup, und haben mit der Kampfmannschaft 2007, 2008 und 2009 die Silver Bowl gespielt. 2009 haben wir die Silver Bowl auch gewonnen, das heißt, wir sind Meister in der ersten Division geworden. Das war ein großer Erfolg. 2010 haben wir dann in der AFL, in der höchsten Spielklasse Österreichs gespielt, und das war großartig.

AH: Da kommen wir vielleicht auch wieder hin…! Deine Aufgaben hast Du uns schon kurz skizziert. Sage mir, was möchtest Du jetzt mit dem Bereich, den Du übernommen hast, genau verwirklichen?

DG: Was möchte ich verwirklichen…?

AH: Was sind Deine Visionen, Wünsche, Ziele im Verein, in der Position, die Du jetzt innehast?

DG: Wichtig ist, dass wir eine breite Basis schaffen. Das heißt, von der Jugend weg, also Jugend/Junioren, dass wir da sehr viele Spieler lukrieren können, dass wir eine breite Basis schaffen, die wir dann in die Kampfmannschaft führen, um in der Kampfmannschaft immer ausreichend Spieler zur Verfügung zu haben, die wir auch selbst ausgebildet haben, die einen gewissen Standard und Grundvoraussetzungen an Spielverständnis haben und wir uns somit weiterentwickeln können. Ein Ziel ist auch, dass wir das Coaching-Staff vergrößern. Wir versuchen, mehr Position-Coaches zu bekommen, zu dem Head-Coach, den wir haben. Das ist nicht sehr einfach, aber wir geben  unser Bestes, weil wenn man mehr Coaches hat, dann können sich mehrere Leute auf kleinere Gruppen konzentrieren und das bringt die Mannschaft effektiv weiter. Man sieht schneller einen Erfolg.

AH: Coaches von der internen Basis oder auch externe, also zum Beispiel auch Amerikaner?

DG: Beides denkbar.

AH: Finanziell natürlich entscheidend, ob beides geht, nicht?

DG: Genau. Einerseits finanziell, andererseits schauen wir natürlich zuerst, ob wir ehemalige Spieler oder Coaches aus Österreich bekommen können und der Rest wird vom Budget und der weiteren Entwicklung des Vereins abhängen. Ist nicht ausgeschlossen in Zukunft….

AH: Sage mir, was fasziniert Dich an American Football und speziell an unserem Team, den INVADERS?

DG: Am meisten fasziniert mich der Teamgeist und der Zusammenhalt in der Mannschaft, dass jeder für jeden kämpft und jeder hat bei jedem Spielzug, auch wenn er nicht den Ball hat, eine entscheidend wichtige Aufgabe, die er erfüllen muss und ist somit während eines Spiels immer gefordert und die taktische Herausforderung ist natürlich ein großer Reiz.

AH: Was macht in Deinen Augen einen wirklich guten American Footballer aus? Körperlich, charakterlich, woher auch immer Du es beurteilst?

DG: Es gehören natürlich bestimmte körperliche Voraussetzungen dazu, wobei man sagen muss, dass verschiedene Positionen in einem Football-Team verschiedene körperliche Voraussetzungen haben, somit ist die Bandbreite eine größere als in anderen Sportarten und ein guter Spieler ist immer der, der mit Herz spielt, gerne und mit Begeisterung zum Training kommt, mit offenen Ohren  dasteht und Neues aufnimmt, der umsetzen kann, was man ihm beibringen will oder was man an ihm kritisiert, der mit einem Team für seinen Nebenmann kämpfen kann und ein gewisses Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen hat.

AH: Jetzt gibt es auch ein Leben neben den INVADERS. Was hast Du für private Hobbys? Kommst Du überhaupt noch dazu? Hast Du genug Zeit, da überhaupt an irgendetwas anderes zu denken?

DG: Ja, Football nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und da ich auch beruflich sehr viel zu tun habe… Wenn ich nicht in der Arbeit und nicht am Football-Feld bin, verbringe ich meine Zeit mit Freunden oder auch viel Zeit mit meinem besten Freund, der natürlich  auch wieder mit Football zu tun hat. Somit geht das immer Hand in Hand. Sonst reise ich gerne, ich bin gerne unterwegs, schaue mir andere Städte, andere Länder, andere Sitten an.

AH: Und jetzt noch einfach in die Zukunft gedacht: Würdest Du später Deine Söhne einmal  unterstützen, diesen Sport auch zu betreiben oder in dem Bewusstsein, welche Verletzungen natürlich auch passieren können, das eher restriktiv handhaben?

DG: Ich würde es schon begrüßen, wenn sie diesen Sport machen. Sie müssen natürlich nicht, aber wenn sie auch davon begeistert sind, dann natürlich. Und verletzen? Das Risiko… Man kann sich immer und überall verletzen, auch im Alltag. Es ist immer nur eine Frage, wie gut man jemanden darauf vorbereitet, wie gut er weiß, was auf ihn zukommt und was passieren kann und wie er mit der Situation umgeht.

AH: Daniel, ich danke für dieses Interview auch jetzt noch nach der Trainingsarbeit, wünsche für das Spiel alles Gute und freue mich, dass Du das alles übernommen hast, was Du da verwirklichen möchtest.

DG: Danke.

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