Nachwuchs blickt zurück auf erfolgreiche Saison

Die Generali Invaders Schüler gewinnen den Schüler Cup 2013 letztendlich souverän und doch in einer spannenden Partie gegen die Fürstenfeld Raptors und unser Juniorenteam muss sich in einer Defense Schlammschlacht mit nur 2 Punkten in der Verlängerung den Budapest Wolves geschlagen geben.

Zum ersten Mal hatte man in St. Pölten Pech mit dem Wetter, wobei das Schülerteam noch von Glück im Unglück sprechen konnte, denn die dichte Wolkendecke hielt den Regen bis Ende des Spiels zurück.

Erstmals entschieden sich auch die Invaders mit der Defense zu beginnen, da bei der Niederlage vor 3 Wochen im letzten Spiel die Stärke eindeutig in der Verteidigung gelegen hat. Und besser hätte man sich nicht entscheiden können, denn die Offensivschwäche, nach dem Ausfall ihres Starting Quarterbacks im vorletzten Spiel, konnte auch in 3 Wochen Arbeit in Fürstenfeld nicht ausgemerzt werden.

So sah man auf Seiten der Gäste Bad Snaps am laufenden Band, was diese von der 30 Yard Line, innerhalb der ersten beiden Spielzüge hinter die eigene 10 Yard Line brachte und in weiterer Folge dann auch zum Safety und somit zu den ersten 2 Punkten für die Rot-Goldenen führte. 2:0 Invaders!

Im ersten Offense Drive konnte der Gameplan perfekt exekutiert werden und man erspielte mit jedem Spielzug deutlich über 10 Yards. Allerdings konnte man diese tollen Spielzüge am Ende nicht zu Punkten machen und musste versuchen ein Fieldgoal zu kicken, leider blieb es auch bei diesem Versuch.

Daraufhin waren die Gäste wieder mit ihrem Angriff am Feld, der allerdings weiterhin sehr unsicher agierte und so war es erneut ein Bad Snap der von Defensive Lineman #69 Fabrizio Zihr aufgehoben wurde und wenige Yards in die Endzone getragen wurde. 8:0 Invaders!

Die Raptors waren daraufhin gezwungen zu antworten und taten dies mit Laufspiel durch die Mitte das größtenteils aber ohne Erfolg blieb. Eine kleine Unaufmerksamkeit sorgte allerdings wieder für Spannung im Spiel denn der Quarterback konnte über die Mitte durchbrechen und sich in die Endzone vorkämpfen. 8:6 Invaders!

Im zweiten Viertel änderte sich das Bild kaum, das Invaders Schülerteam setzte den Gegner immer wieder mit sehenswertem Laufspiel durch die Mitte unter Druck und konnte so auch das Passspiel immer wieder gut einsetzen. Die Konsequenz davon war ein erneuter Touchdown für die jungen St. Pöltner zum Halbzeitstand von 15:6!

Auch in der zweiten Halbzeit hatte man das Gefühl, dass die Fürstenfeld Raptors gegen die sehr stark spielende Defense der Invaders kaum ein Mittel fand um Punkte auf das Scoreboard zu bringen und doch war man einen kleinen Moment wieder unaufmerksam und wieder entwischte ein Raptor in die Endzone zum 15:12.

Aber auch die Invaders Offense konnte nachlegen und spielte beinahe nach Belieben den Lauf durch die Mitte und auch die Pässe von Quarterback #9 David Gugerel kamen nahezu immer an. Somit konnte man zum 21:12 die Führung wieder ausbauen.

Ende des dritten Viertels konnte ein sogenannter Screen Pass nicht gefangen werden und wurde unglücklich in die Arme eines Verteidigers abgelenkt, der dann erneut den Weg in die Endzone fand und damit die Dramatik und Spannung die in diesem Spiel steckte wieder aufleben lies. 21:19 Invaders!

Erst gegen Ende des Spiels konnte Runningback #22 Julian Geritzer einen Powerlauf über Aussen setzen und damit den Sack zu machen und auf den Endstand von 28:19 stellen. Die Gäste versuchten daraufhin mit knapp 2 Minuten auf der Uhr noch in sprichwörtlich letzter Sekunde ein Passspiel zu etablieren, konnten allerdings keinen entscheidenden Pass mehr anbringen und so konnten die Generali Invaders das Spiel abknien.

In der zweiten Saison des Schülerteams konnten Head Coach Michael Steiner und Offensive Coordinator Johannes Liedler damit den ersten Nachwuchstitel seit dem Junioren Cup 2005 nach St. Pölten holen, in dem beide damals auch noch als aktive Spieler mit von der Partie waren.

Im zweiten Finalspiel standen sich die Generali Invaders Junioren und die Budapest Wolves gegenüber. Bei der ersten Begegnung im Grunddurchgang konnten sich die Gäste aus Ungarn knapp in deiner Defense Schlacht durchsetzen und so versprach es von Anfang an spannend zu werden. Bereits im Vorfeld standen die St. Pöltner Junioren allerdings als Österreichischer Meister fest, da kein ungarisches Team diesen Titel bekommen kann, es ging also einzig und allein um das Bowl Game und um die Revanche für die Niederlage im Grunddurchgang. Die Gäste aus Budapest waren übrigens am Papier das Heimteam.

Die Invaders Offense startete beherzt in die Partie und zeigte wie in den vergangenen Wochen trotz dem Regen der Anfang des Spiels eingesetzt hatte ihr variantenreiches Spiel. So konnte man relativ schnell über #34 Wolfgang Luftensteiner mit 0:6 in Führung gehen (PAT Not Good).

Danach geriet das Spiel allerdings auf beiden Seiten ins Stocken und man neutralisierte sich mit den stark spielenden Defenses komplett. Wenig überraschend daher, dass man mit dem 0:6, also ohne Score in die Kabinen ging.

Aber auch nach Wiederbeginn wollte die Partie nicht wirklich in die Gänge kommen und man marschierte zwar immer wieder brav durch den Schlamm, konnte die jeweiligen Offense Drives allerdings auf beiden Seiten nicht in Punkte umsetzen.

Erst Mitte des vierten Viertels wurde es wieder heiß in diesem Spiel als die Gäste aus Ungarn es schafften den Invaders zu entwischen und plötzlich in der Endzone standen. Der Ausgleich lies auch die Zuschauer wieder aufwachen und so wurde es auf einmal richtig laut auf der Tribüne. Den PAT setzte der Kicker der Wolves zur Freude der heimischen Fans rechts neben das Fieldgoal und somit stand es 6:6 Unentschieden.

Aber die Generali Invaders Junioren hatten sich noch nicht aufgegeben und spielten wieder entfesselt auf, so dauerte es nicht lange ehe sie wieder in der Endzone der Budapester standen und auf 12:6 stellten.

Danach wurde das Spiel etwas ruppiger und es flogen viele gelbe Fahnen übers Ottakringer Field. Ohne die Fouls hätte man die Wolves wohl schon gestoppt, doch durch die geschenkten Yards konnten sich diese noch im Spiel halten und anschliessend einen langen Pass komplettieren, der vom Receiver kurz vor der Endzone augenscheinlich "auf den Knien rutschend" gefangen wurde und dann mit einem Sprung in die Endzone als Touchdown gewertet wurde. 12:12 also nach missglücktem PAT und die Invaders hatten noch einmal die Chance in den letzten 3 Minuten zu scoren.

Den Grundstein für die Offense hatte #34 Wolfgang Luftensteiner mit einem seiner großartigen Returns gelegt und somit standen diese in etwa an der 50 Yard Line. Das Spiel der Junioren war allerdings keineswegs vom Glück verfolgt, zwar hatte es langsam aufgehört zu Regnen und Quarterback #9 Erik de Buck konnte auch immer wieder zum Passspiel ausholen, aber es sollte ihnen einfach nicht gelingen den Ball nochmal in die Endzone zu tragen. Das bedeutete Overtime.

Den Münzwurf gewannen die Budapest Wolves und diese entschieden sich mit ihrer Offense zu starten. Trotz der lautstarken Kulisse die bis auf ein paar Ungarn fest in St. Pöltner Hand war konnten die Budapest Wolves sich in die St. Pöltner Endzone vorkämpfen. Danach entschied man sich für die riskante Two-Point-Conversion und der Runningback der Ungarn lief eigentlich in die Arme mehrerer Defense Spieler der Invaders, konnte sich allerdings doch mit der Ballspitze über die Goalline kämpfen und stellte somit auf 12:20.

Nun waren die Generali Invaders Junioren an der Reihe und da nahm Quarterback Erik de Buck die Sache selbst in die Hand und konnte mit einem schönen Trickspielzug nahe an die Endzone herankommen. Danach war es erneut Wolfgang Luftensteiner der den St. Pöltnern einen erneuten Touchdown zum 18:20 bescherte. Der anschliessende Versuch ebenfalls zwei Punkte zu erlaufen wurde allerdings von den Budapestern gestoppt und so musste man sich knapp geschlagen geben.

Aber die Junioren können trotzdem auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken in der man sich merklich gesteigert hatte und an den Aufgaben als Team gewachsen war, nicht umsonst darf man sich trotzdem österreichischer Meister in der Spielklasse U19 nennen.

Alles in Allem war es das wohl erfolgreichste Jahr für den Invaders Nachwuchs seit langem mit einem Cupsieg, einem österreichischen Meister und einem Jugendteam, dass nur knapp im Playoff gescheitert ist muss man sich nicht verstecken. Auf diese Nachwuchsarbeit kann man stolz sein und wird man in den nächsten Jahren aufbauen. Die Zukunft sieht rosig aus für die Generali Invaders.

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